Sabine Adler ist eine deutsche Journalistin und Autorin, geboren am 27. September 1963 in Zörbig. Seit den späten 1990er Jahren berichtet sie für den Deutschlandfunk aus Russland, Polen und der Ukraine und gilt als eine der profiliertesten Osteuropaexpertinnen des deutschen Rundfunks. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien.
Wo und wann wurde Sabine Adler geboren?
Sabine Adler kam am 27. September 1963 in Zörbig zur Welt, einer Kleinstadt im damaligen Kreis Bitterfeld in der DDR, heute Sachsen Anhalt. Im August 2026 ist sie damit 62 Jahre alt und feiert im September ihren 63. Geburtstag.
Nach dem Abitur absolvierte Sabine Adler zunächst ein Zeitungsvolontariat und studierte anschließend Journalistik an der Sektion Journalistik der damaligen Karl Marx Universität Leipzig, die nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wieder in Universität Leipzig umbenannt wurde. Ihr Studium schloss sie 1987 ab, dokumentiert im Nachschlagewerk Wikipedia unter Berufung auf zeitgenössische Presseberichte. Damit begann ihre journalistische Laufbahn noch zu DDR Zeiten, gut zwei Jahre vor dem Mauerfall.
Wie verlief die journalistische Karriere von Sabine Adler?
Sabine Adler arbeitet seit 1987 als Rundfunkjournalistin und hat seitdem fast jede Station des deutschen Hörfunks durchlaufen, vom DDR Regionalsender bis zur Auslandskorrespondenz in Moskau. Ihr Weg führte über mehrere Stationen direkt zum Deutschlandfunk, wo sie bis heute tätig ist.
Direkt nach dem Studienabschluss arbeitete Sabine Adler beim Sender Magdeburg, der ein Regionalfenster für Radio DDR II produzierte. Von 1990 bis 1994 war sie beim privaten Sender radio ffn beschäftigt, danach wechselte sie für drei Jahre zur Deutschen Welle. 1997 kam der Sprung zum Deutschlandfunk: Zunächst arbeitete sie zwei Jahre im Zeitfunk des Kölner Funkhauses, danach fünf Jahre als Russlandkorrespondentin in Moskau.
Von 2005 bis 2007 war Sabine Adler Außenpolitikkorrespondentin in der Berliner Parlamentsredaktion des Deutschlandradios, anschließend von 2007 bis 2011 Leiterin des Hauptstadtstudios des Deutschlandfunks. Im Oktober 2011 berief Bundestagspräsident Norbert Lammert sie zur Leiterin von Presse und Kommunikation des Deutschen Bundestages, eine Station außerhalb des klassischen Journalismus.
Bereits im September 2012 kehrte Sabine Adler zum Deutschlandfunk zurück und übernahm die erweiterte Osteuropaberichterstattung, zunächst als Korrespondentin in Warschau. Nach dem Euromaidan 2014 arbeitete sie zeitweise in Kiew. Seit Anfang 2015 berichtet sie von Berlin aus über Polen, Belarus und die Ukraine und leitet zugleich den Reporterpool Osteuropa für die Programme des Deutschlandradios, wie der Sender selbst mitteilt.
Wie positioniert sich Sabine Adler in der Russlandpolitik?
Sabine Adler unterzeichnete im Dezember 2014 gemeinsam mit rund 100 Osteuropaexpertinnen und Experten einen offenen Aufruf für eine realitätsbasierte statt illusionsgeleitete Russlandpolitik. Initiiert wurde der Appell von Andreas Umland, Dozent an der Kiew Mohyla Universität, wie der Tagesspiegel damals berichtete.
Der Aufruf forderte, die territoriale Integrität der Ukraine, Georgiens und Moldawiens dürfe nicht der vermeintlichen Besonnenheit deutscher Russlandpolitik geopfert werden. Diese klare Haltung zieht sich bis heute durch ihre Bücher und Kommentare. In “Die Ukraine und wir” analysiert Sabine Adler, wo die deutsche Politik im Umgang mit der Ukraine aus ihrer Sicht versagt hat, und leitet daraus Lehren für die Zukunft ab.
Welche Bücher hat Sabine Adler geschrieben?
Sabine Adler hat bislang sechs Bücher veröffentlicht, überwiegend Sachbücher über Russland, die Ukraine und den Nahen Osten, ergänzt um zwei Romane. Zwei ihrer Werke wurden laut Verlagsangaben zu Spiegel Bestsellern.
Ihr erstes Buch “Ich sollte als Schwarze Witwe sterben: Die Geschichte der Raissa und ihrer toten Schwestern” erschien 2005 im DVA Verlag und behandelt das Schicksal tschetschenischer Selbstmordattentäterinnen. Es wurde unter anderem ins Tschechische, Niederländische, Italienische, Estnische und Portugiesische übersetzt, ein Beleg für die internationale Resonanz des Themas.
2007 folgte der Roman “Russenkind. Eine Tochter auf der Suche nach ihrer Mutter” im Residenz Verlag, 2011 das Sachbuch “Russisches Roulette. Ein Land riskiert seine Zukunft” im Aufbau Verlag. 2022 veröffentlichte Sabine Adler im Ch. Links Verlag “Die Ukraine und wir. Deutschlands Versagen und die Lehren für die Zukunft”.
2024 erschien ebenfalls bei Ch. Links Verlag “Was wird aus Russland? Über eine Nation zwischen Krieg und Selbstzerstörung”. Das Buch wurde für den NDR Sachbuchpreis sowie den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis nominiert. Laut Verlagsbeschreibung zeichnet Sabine Adler darin das Bild einer Gesellschaft, die sich zunehmend abschottet und in der offener Protest gefährlich geworden ist.
Ihr bislang jüngstes Buch “Israel. Fragen an ein Land” erschien am 17. September 2025 im Ch. Links Verlag, gebunden mit 270 Seiten zum Preis von 24 Euro, wie der Perlentaucher unter Berufung auf die Verlagsangaben dokumentiert. Darin porträtiert Sabine Adler eine vier Generationen umspannende israelische Familie und beleuchtet die gesellschaftliche Zerrissenheit des Landes nach dem Hamas Angriff vom 7. Oktober 2023.
Welche Auszeichnungen hat Sabine Adler erhalten?
Sabine Adler zählt zu den meistausgezeichneten Osteuropakorrespondentinnen Deutschlands. Sie erhielt bislang drei bedeutende Medienpreise für ihre journalistische Arbeit und ihre Haltung in der Russland und Ukraine Berichterstattung.
Am 21. Dezember 2010 kürte das Medium Magazin sie zur Politikjournalistin des Jahres. Am 20. November 2015 verlieh ihr die Karl Hermann Flach Stiftung den Karl Hermann Flach Preis, ausdrücklich für ihre klare Positionierung in der Ukraine Diskussion und ihre Überzeugung für eine starke Zivilgesellschaft. 2024 zeichnete die Leipziger Medienstiftung sie mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien aus.
Wie wird Sabine Adler in den Medien beschrieben?
Mehrere unabhängige Quellen beschreiben Sabine Adler übereinstimmend als langjährige Osteuropaexpertin des Deutschlandfunks. So führt sie der Verlag ibidem in einem Autorenporträt, die Berliner Festspiele nennen sie in einer Künstlerbiografie eine Journalistin und Autorin mit Schwerpunkt Osteuropa und deutsche Innenpolitik, und das Literaturportal LovelyBooks verweist auf ihre langjährige Reportertätigkeit beim Deutschlandfunk.
Laut IMDb trat Sabine Adler zudem wiederholt als Studiogast in deutschen Talk und Wissensformaten auf, unter anderem im ARD Presseclub am 6. März 2022 zum Thema Krieg in der Ukraine sowie bei WDR 2 im Gespräch mit Jörg Thadeusz. Diese Auftritte unterstreichen ihre Rolle als gefragte Einordnerin in der deutschen Medienlandschaft, wenn es um Russland und Osteuropa geht.
Wer sind weitere bekannte Preisträgerinnen der gleichen Auszeichnung?
Der Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien, den Sabine Adler 2024 erhielt, wird von der Leipziger Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergeben und zählt zu den angesehenen Auszeichnungen für Auslandsjournalismus in Deutschland. Zu den weiteren Preisträgerinnen zählt laut Stiftungsangaben auch die ZDF Auslandsreporterin Katrin Eigendorf, die unter anderem als Moskau Korrespondentin und Kriegsberichterstatterin bekannt wurde.
Diese Einordnung zeigt, in welcher Riege renommierter Auslandsjournalistinnen Sabine Adler mit dieser Auszeichnung steht, auch wenn beide Journalistinnen unabhängig voneinander für ihr jeweiliges Lebenswerk gewürdigt wurden.
Worüber berichtet Sabine Adler aktuell?
Im Jahr 2026 bleibt Sabine Adler dem Thema Osteuropa treu, hat ihren Fokus zuletzt aber punktuell auf den Nahen Osten erweitert. Sie berichtet weiterhin regelmäßig über den Krieg in der Ukraine, die politische Lage in Russland sowie die Entwicklungen in Belarus und Polen.
Mit “Israel. Fragen an ein Land” hat sie 2025 zudem ein Buch vorgelegt, das über ihr eigentliches Kernthema hinausgeht. Die Buchpremiere fand am 28. September 2025 im Renaissance Theater Berlin im Gespräch mit Shelly Kupferberg statt, veranstaltet von Literatur LIVE in Kooperation mit dem Aufbau Verlag. Sabine Adler tritt weiterhin regelmäßig als Gesprächspartnerin in Radiosendungen und Diskussionsformaten auf, wenn es um Russland, die Ukraine oder Osteuropa im Allgemeinen geht.
Warum gilt Sabine Adler als wichtige Stimme im deutschen Osteuropajournalismus?
Sabine Adler verbindet jahrzehntelange Erfahrung vor Ort mit publizistischer Tiefe. Seit ihrer Zeit als Russlandkorrespondentin ab 1999 hat sie aus Moskau, Warschau und Kiew berichtet, mehrere preisgekrönte Sachbücher veröffentlicht und dabei nie den Anspruch aufgegeben, komplexe politische Entwicklungen an konkreten menschlichen Schicksalen festzumachen.
Diese Mischung aus Korrespondentenerfahrung und Buchautorschaft macht Sabine Adler zu einer der wenigen deutschen Journalistinnen, deren Einschätzungen sowohl im Tagesjournalismus des Deutschlandfunks als auch auf dem Sachbuchmarkt Gewicht haben. Wer die Entwicklungen in Russland, der Ukraine oder zuletzt auch in Israel einordnen möchte, findet in ihren Texten und Büchern eine fundierte, klar positionierte Stimme mit jahrzehntelanger Regionalerfahrung.
Häufig gestellte Fragen zu Sabine Adler
Wie alt ist Sabine Adler? Sabine Adler wurde am 27. September 1963 geboren und ist damit im August 2026 62 Jahre alt.
Für welchen Sender arbeitet Sabine Adler? Sabine Adler arbeitet für den Deutschlandfunk beziehungsweise die Sendergruppe Deutschlandradio, wo sie den Reporterpool Osteuropa leitet.
Was ist das neueste Buch von Sabine Adler? Ihr aktuellstes Buch ist “Israel. Fragen an ein Land”, erschienen am 17. September 2025 im Ch. Links Verlag.
Welche Auszeichnung erhielt Sabine Adler zuletzt? 2024 erhielt sie den Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien, verliehen von der Leipziger Medienstiftung.
Worauf ist Sabine Adler journalistisch spezialisiert? Sabine Adler ist auf Osteuropa spezialisiert, insbesondere Russland, die Ukraine, Polen und Belarus, und hat zuletzt auch über Israel berichtet.
